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Ausgezeichnete Montafoner Baukultur

Vier besondere Objekte der Montafoner Baugeschichte stehen heuer im Mittelpunkt der Auszeichnung „Montafoner Baukultur“. Im Rahmen eines feierlichen Abends in der Alpin Sport Zentrale in Schruns wurden heuer die Alte Krone in Vandans, das Haus Borger und das Josefsheim in Schruns sowie die Siedlung Kaltenbrunnen in Bartholomäberg/Schruns mit der Kennzeichnung „Montafoner Baukultur“ gewürdigt.

Seit 2015 zeichnet der Stand Montafon gemeinsam mit dem Heimatschutzverein Montafon besonders wertvolle historische Gebäude aus. Im Mittelpunkt stehen Gebäude, die in gutem Zustand erhalten, behutsam weiterentwickelt oder fachgerecht restauriert wurden. Die Bandbreite reicht dabei von Wohn- und Landwirtschaftsgebäuden über touristisch genutzte Objekte bis hin zu Bauten der Wasser- und Energiewirtschaft.

„Unsere alten Gebäude erzählen viel über das Montafon, über die Menschen, die hier gelebt und gearbeitet haben, und über die Entwicklung unserer Talschaft. Umso wichtiger ist es, dass Eigentümerinnen und Eigentümer Verantwortung übernehmen und diese wertvolle Bausubstanz erhalten. Mit dieser Auszeichnung möchten wir genau dieses Engagement sichtbar machen und Danke sagen“, betont Standesrepräsentant Bürgermeister Daniel Sandrell.

Vier besondere Beispiele

Die diesjährigen Auszeichnungen gingen an Gerhard Maier für die Alte Krone in Vandans, an Bettina Beyweiss-Giesriegl für das Haus Borger in Schruns, an die Silvretta Montafon, vertreten durch Christian Pfister und Martin Oberhammer, für das Josefsheim in Schruns sowie an die illwerke vkw AG, vertreten durch Harald Feldkircher, für die Siedlung Kaltenbrunnen in Bartholomäberg/Schruns.

Dass historische Gebäude weit mehr sind als schöne alte Bausubstanz, hob auch Christoph Walser von den Montafoner Museen hervor: „Die Montafoner Kulturlandschaft und Baukultur sind Teil unserer Wurzeln, Heimat und DNA. Die Baukultur erzählt Geschichte direkt vor Ort. An einem Gebäude können wir ablesen, wie Menschen gewohnt und gearbeitet haben, welche Materialien zur Verfügung standen und wie sich das Montafon über Generationen verändert hat. Wenn solche Gebäude erhalten und sinnvoll weitergenutzt werden, bleibt Geschichte lebendig und wird auch für kommende Generationen verständlich.“

„Engagement verdient Anerkennung“

Welche Objekte die Kennzeichnung „Montafoner Baukultur“ erhalten, entscheidet eine Fachjury. Ihr gehören Barbara Keiler vom Bundesdenkmalamt – Abteilung für Vorarlberg, Verena Jakoubek-Konrad vom vai Vorarlberger Architektur Institut, Bauforscher Raimund Rhomberg und Architekt Thomas Mennel an. „Mit der Kennzeichnung wollen wir nicht nur besondere Gebäude würdigen. Vor allem geht es um die Menschen und Institutionen dahinter, die mit großem persönlichen, organisatorischen und finanziellen Einsatz dafür sorgen, dass diese Gebäude erhalten bleiben“, so Standessekretär Bernhard Maier bei seiner Moderation. „Dieses Engagement ist nicht selbstverständlich und verdient öffentliche Anerkennung.“ Die Auszeichnung wird direkt am jeweiligen Gebäude durch das angebrachte Signet „Montafoner Baukultur“ sichtbar. Damit soll das baukulturelle Erbe des Montafons auch im Alltag stärker ins Bewusstsein von Einheimischen und Gästen gerückt werden.

Seit dem Start der Initiative im Jahr 2015 wurden bereits zahlreiche Gebäude aus der gesamten Talschaft als „Montafoner Baukultur“ gekennzeichnet. Sie zeigen auf ganz unterschiedliche Weise, wie historische Bausubstanz bewahrt, gepflegt und gleichzeitig zeitgemäß genutzt werden kann. Weitere Informationen sowie einen Überblick über die bisher ausgezeichneten Objekte: www.montafoner-baukultur.at


Gekennzeichnete Objekte Montafoner Baukultur 2026: 

  • Gerhard Maier | Alte Krone, Vandans
  • Bettina Beyweiss-Giesriegl | Haus Borger, Schruns
  • Silvretta Montafon | Josefsheim, Schruns
  • illwerke vkw AG | Siedlung Kaltenbrunnen, Bartholomäberg & Schruns

Jury Montafoner Baukultur 2026:

  • Barbara Keiler, Bundesdenkmalamt – Abteilung für Vorarlberg
  • Verena Jakoubek-Konrad, vai Vorarlberger Architektur Institut
  • Raimund Rhomberg, Bauforscher
  • Thomas Mennel, Architekt


Bei einem Festakt in der Alpin Sport Zentrale in Schruns wurden die Eigentümer:innen von vier wertvollen Kulturgütern mit der Kennzeichnung „Montafoner Baukultur“ bedacht.

Der Stand Montafon und der Heimatschutzverein zeichnen die Montafoner Baukultur seit 2015 aus.Gerhard Maier aus Vandans erhielt die Baukultur-Auszeichnung für die „Alte Krone“.Gratulation an Bettina Beyweiss-Giesriegl für das „Haus Borger“ von Standesrepräsentant Daniel Sandrell und Standessekretär Bernhard Maier (v. l.).

Harald Feldkircher durfte die Auszeichnung für die illwerke vkw für die Siedlung Kaltenbrunnen entgegennehmen.Die Silvretta Montafon – im Bild Christian Pfister und Martin Oberhammer – wurde für die Sanierung vom Josefsheim in Schruns ausgezeichnet.Die Jury-Mitglieder Barbara Keiler (r.) und Verena Jakoubek-Konrad (l.) im Gespräch mit Moderator Bernhard Maier.Standessekretär Bernhard Maier zeigt die Plakette, mit denen die ausgezeichneten Objekte gekennzeichnet werden.Stimmungsvoller Abend bei der Kennzeichnung „Montafoner Baukultur“ in Schruns.Musikalisch umrahmt wurde der Festakt vom Harmonika-Duo Beate Auer-Solchinger und ihrer Schülerin Selina Loretz von der Musikschule Montafon.






21.09.2026